Stadtbesichtigung in Prag
Einleitung | Geschichte | Wie man hinkommt
Was es zu sehen gibt:
Georg-von-Podiebrad-Platz | Žižkov
TV Turm | Mánesova Straße | Vinohrady Markthalle | Náměstí Míru | Parks | Friedhöfe
Vinohrady ist eine wunderschöne Wohngegend in Prag die den Ruf von Prestige und
Eleganz genießt. Es erstreckt sich über Teile von Prag 2,
3 und 10. Viele seiner Neo-Renaissance, Jugendstil, Pseudobarock
und Neo-Gotischen Gebäude stammen aus der zweiten Hälfte
des 19ten und ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts und wurden
und werden immer noch in einer erstaunlichen Reihe von Farben
und architektonischen Details restauriert.
Vinohrady wird ungefähr begrenzt von dem Riegrovy sady Park im Norden, dem Havlíčkovy
sady Park im Süden, der Legerova Straße im Westen und dem
Jiřího z Poděbrad Platz zum Osten hin, von dort erstreckt
es sich jedoch noch weiter ostwärts zwischen den Straßen
Vinohradská und Ruská bis hin zum Friedhof Vinohrady. Auf
der Metrokarte geht Vinohrady von der Station I. P. Pavlova bis zu den Želivského Stationen der Linie A. Die Hauptschlagadern
des Viertels sind die Straßen Vinohradská, Korunní, und Francouzská,
die alle auch von der Straßenbahn befahren werden. Die zwei
Hauptplätze sind der Náměstí Jiřího z Poděbrad und der Náměstí
Míru.
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Der Name Vinohrady bedeutet "Weinberge". In der Tat war das gesamte Gebiet seit
dem 14ten Jahrhundert voll von Weinbergen, die der tschechische
König Karl IV dort anlegen ließ, ungefähr zu der Zeit als
er auch die Neustadt bauen ließ. Die Weinberge hielten sich
ungefähr 400 Jahre lang und wurden dann später durch Rosengärten,
Obstanlagen und Wohnhäuser ersetzt.
Eine unabhängige Gemeinde Vinohrady entstand 1849 und umfasste das Gebiet des
heutigen Vinohrady und Žižkov. Diese Gemeinde wurde 1875
in die Královské Vinohrady (Königlich Vinohrady) und Žižkov
geteilt. Královské Vinohrady erhielt den Stadtstatus 1879.
Eine Straßenbahn zwischen Muzeum und Flora fuhr erstmals
1897. Královské Vinohrady wurde 1922 Großprag als Viertel
eingemeindet, sein Name wurde 1968 gekürzt zu Vinohrady.
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Um zum Herz von Vinohrady zu gelangen nehmen Sie die Metrolinie A und steigen
Sie am Halt Jiřího z Poděbrad aus. Oder, die etwas langsamere
Fahrt über der Erde, nehmen Sie Bahn 11 am Muzeum und fahren
Sie mit ihr die Vinohradská hoch bis Jiřího z Poděbrad. Sehen
Sie weiter unten für genaue Lageangaben.
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Der Platz trägt den Namen des Hussitenkönigs Jiří z Poděbrad (Georg von Podiebrad)
der das Land im 15ten Jahrhundert regierte. Hier ist ein
guter Startpunkt für einen Spaziergang
durch Vinohrady.
Der
Platz kann dank der Kirche des Heiligen Herzens unseres
Herrn (Kostel nejsvětějšího srdce Páně) sehr leicht erkannt werden. Diese monumentale,
moderne Kirche
ist eine einzigartige Arbeit des slowenischen Architekten
Josip Plečnik. Sie wurde zwischen 1928-1932 gebaut. Gehen
Sie hinein um das ungewöhnliche Innere zu genießen.
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Nur einen kurzen Fußmarsch vom Georg-von-Podiebrad-Platz entfernt befindet sich
Prags TV Turm der einen fantastischen 360 Grad Blick auf
Prag durch die Fenster seiner Aussichtsplatform bietet. Er
befindet sich in den Mahlerovy sady (Mahler Gärten) abseits
der Ondříčkova Straße, direkt außerhalb Vinohrady in dem
benachbarten Viertel Žižkov - letztendlich genau im Zentrum
der Stadt. Der kontroverse Turm wurde von 1985-1992 ungeachtet
der Proteste der Bewohner, die befürchteten, dass diese gigantische
Konstruktion ein Schandfleck für Prag werden könnte, errichtet.
Heute
ist der Turm unbestritten ein Prager Wahrzeichen und hat
es auch schon auf die Liste der Weltvereinigung der größten
Türme geschafft. Er ist 216 Meter hoch und bietet
neben
einem
TV- und Radiosignal für Prag auch auf 93 Meter Höhe einen
herrlichen Panoramablick über Prag und Zentralböhmen (ein
Aufzug bringt Sie dorthin). An klaren Tagen kann man bis
zu 100km weit ins Land sehen. In 66 Meter Höhe
gibt es ein Restaurant und das Blue Café.
Öffnungszeiten: Täglich 10.00 - 23.00 (Restaurant 11.00 - 23.00)
Eintritt: Voll
150 Kč, Familie 120 Kč, Studenten 75 Kč, Kinder
(6-14) 30 Kč
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Der Straßenname erinnert an Josef Mánes, einen tschechischen Maler des 19ten
Jahrhunderts, der auch die 12 Monatsbilder der Prager Astronomischen
Uhr geschaffen hat. Die Mánesova ist eine schöne baumbestandene
Straße mit Gebäuden die farbenprächtige Jugendstil Fassaden
zur Schau tragen, viele davon restauriert. Wirklich eine
wundervolle Straße für Spaziergänge! Sie verläuft parallel
zur Vinohradská und trifft auf den Georg-von-Podiebrad-Platz.
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Die historische Vinohrady Markthalle in der Vinohradská Nummer 50 befindet sich
ein paar Blöcke die Vinohradská herunter aus Richtung Georg-von-Podiebrad-Platz.
Sie können laufen oder die Bahn 11 zum Halt Vinohradská tržnice nehmen. Die Markthalle wurde 1902
gebaut, damals ganz im Stil des führenden Architekten von
Vinohrady, Antonín Turek. Sie ist eine von drei noch erhaltenen
Markthallen in Prag. Das Innere wird heute ganz von einem
gehobenen Shopping Center bestimmt, dem Pavilon.
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Náměstí
Míru ist zu Fuß in gut 15 Minuten vom Georg-von-Podiebrad-Platz
aus erreichbar (laufen sie die Mánesova herunter und biegen
Sie auf die
Anny Letenské ein). Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel
benutzen wollen, nehmen Sie Metrolinie A oder die Bahnen
4, 10, 16,
22 oder 23 und steigen Sie aus am Halt Náměstí Míru.
Der Platz wird von der Neo-Gotischen Kirche St. Ludmila (Kostel sv. Ludmily)
beherrscht, einer zweitürmigen Basilika aus den Jahren 1888-1893.
Viele bekannte Künstler der damaligen Zeit arbeiteten am
Inneren und Äußeren der Kirche, unter ihnen der Bildhauer
Josef Václav Myslbek, Schaffer der Statue des St. Wenzel
auf dem Wenzelsplatz und der Skulpturen im Vyšehrad Park.
Auf dem Náměstí Míru 7 steht als majestätisches
Jugendstilgebäude das Vinohrady Theater (Divadlo na Vinohradech),
eines der ältesten und angesehensten von Prag, das im Jahre
1907 eröffnet wurde.
Das Neo-Renaissance Nationalhaus von
Vinohrady (Vinohradský Národní dům) steht auf dem Náměstí Míru 9. Es reicht zurück
in die Jahre 1893-1894 und wurde vom Architekten Antonín
Turek entworfen. Das Gebäude diente als Sitz verschiedener
Organisationen und Gesellschaften.
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Um den Massen und dem Verkehr zu entkommen können Sie die verschiedenen Parks
und Gärten von Vinohrady nutzen. Die größten unter ihnen
sind Riegrovy sady im Norden und Havlíčkovy sady im Süden.
Besuchen Sie unsere Prager Parks und Gärten Seite für mehr
Informationen.
Tips
von myCZ:
Ein Spaziergang durch Vršovice
Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, empfehlen wir Ihnen, Ihren Eindruck von
eleganten Wohnvierteln Prags noch etwas zu erweitern, indem Sie
dem Nachbarviertel von Vinohrady, Vršovice, einen Besuch
abstatten. Ein guter Startplatz hierfür ist der Vršovické
náměstí Platz (Nehmen Sie Bahn 4, 22 oder 23 aus Richtung
Náměstí Míru und steigen Sie am Halt Vršovické náměstí aus). Von dort aus laufen Sie die Moskevská herunter,
biegen links ein auf die Slovinská und gehen nun immer
weiter westwärts zum Havlíčkovy sady. Dabei können
Sie den charmanten Heroldovy sady Park und die wunderschöne
Architektur der Straßen, die heute zum größten Teil
restauriert wurden, genießen.
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Ost Vinohrady bietet Zugang zu drei bedeutenden Friedhöfen:
Der Friedhof Vinohrady (Vinohradský hřbitov) markiert die östliche Grenze von
Vinohrady in Prag 10. Um dorthin zu gelangen nehmen Sie Metrolinie
A nach Želivského oder eine der Bahnen 11, 19, 26, oder 35
zum Vinohradské hřbitovy. Der Friedhof wurde 1885 errichtet
und viele bedeutende tschechische Persönlichkeiten liegen
hier begraben, so z.B. der Maler Jakub Schikaneder, der Bildhauer
Otto Gutfreund, der Dichter Stanislav Kostka Neumann, die
Schrifsteller Karel Václav Rais, Zikmund Winter, und andere.
Das Familiengrab des ehemaligen Präsidenten Havel befindet
sich ebenfalls hier.
Der große Olšany Friedhof (Olšanské hřbitovy) gehört zum Žižkov Viertel, sein
Haupteingang liegt allerdings auf der Vinohradská Straße.
Nehmen Sie Metrolinie A nach Flóra oder Želivského (der Zugang
zum Friedhof liegt ungefähr in der Mitte beider Haltestellen)
oder Bahnlinie 11, 19, 26 oder 35 zum Olšanské hřbitovy.
Der Friedhof existiert seit 1680, ursprünglich diente er
vor allem für das Begräbnis von Pestopfern. Dort liegen über
eine Million Menschen begraben. Einige berühmte Persönlichkeiten
der tschechischen Geschichte deren sterbliche Überreste hier
ruhen sind der Linguist Josef Jungmann, der Journalist und
Dichter Karel Havlíček Borovský, die Schriftstellerin Karolína
Světlá, die Dramatiker und Schauspieler Jan Voskovec & Jan Werich und der Student Jan Palach der sich 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz
selbst in Brand steckte als Zeichen des Protestes gegen die
sowjetische Invasion.
Auf dem Neuen Jüdischen Friedhof (Nový židovský hřbitov) befindet sich das Grab
von Franz Kafka. Dorthin gelangen Sie mit Metrolinie A oder
Bahn 11, 19, 26 oder 35 nach Želivského.
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